[Rezension]

[Rezension] Der junge Doktorand | Jan Bremer

Titel: Der junge Doktorand
Autor: Jan Peter Bremer
Verlag: Berlin Verlag (Piper)
ET: 02. September 2019

© Piper Verlag

Deutscher Buchpreis 2019 Longlist

Auf Der junge Doktorand von Jan Peter Bremer stieß ich durch dessen Nominierung für den Deutschen Buchpreis 2019. Eifrig wie ich war, wollte ich alle Leseproben der Longlist abarbeiten. Das hat dann zwar doch nicht so ganz geklappt, aber die von Der junge Doktorand war dabei gewesen. Tatsächlich fand ich die ersten Seiten durchaus interessant, sodass ich das eBook anfragte.

Leseeindruck

Während der ersten Hälfte des Buches konnte der gute Eindruck gerade so noch bestehen bleiben. Ich als Leserin war neugierig wer sich da hinter dem jungen Doktorand verbirgt und was hinter der ganzen Aktion stecken sollte. Doch all das, was in der ersten Hälfte an Hintergrundgeschichte aufgebaut wurde, war für die Katz.

Denn was in der zweiten Hälfte folgte beziehungsweise zum Hauptbestandteil der Geschichte anwuchs, war reines Geschwätz. Vollkommen sinnloses Gerede. Denn das Ehepaar, und das soll anscheinend auch gezeigt werden, redet und lebt bereits seit Jahren (oder auch schon immer) aneinander vorbei. Der hoch angekündigte Besuch stellte sich dann auch als vollkommen sinnlos heraus. Nicht nur, dass er der vorgesehene Zweck des Gastes gar nicht existiert, darüber hinaus ist der junge Doktorand selbst vollends sinnlos innerhalb der Geschichte. Das Ehepaar nutzt ihn, um weiter aneinander vorbei zu reden. Wow. Klingt nach einem spannenden Plot, nicht wahr? Klar kann ein Autor eine sinnlose Situation sinnlos darstellen, aber was sollte ich als Leserin davon haben? Gott sei Dank war wenigstens der Schreibstil gut runter zu lesen. Könnte aber auch schlicht an der Banalität der Gespräche selbst liegen.

Alles in allem war ich also mehr als enttäuscht und genervt von diesem Werk. Ja, diese Sinnlosigkeit hätte sich der Autor dann doch sparen können. Wieso solch ein Buch es auf die Shortlist des Deutschen Buchpreises schaffen konnte, werde ich wohl nie verstehen können. 


An dieser Stelle möchte ich mich beim Berlin Verlag sowie der Netgalley Plattform für das Rezensionsexemplar in Form eines eBooks bedanken.

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