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[Beitrag] Lesejahr 2019

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und hier war es lange Zeit ziemlich ruhig. Schuld waren meine Bachelorarbeit („Nachhaltigkeit als Marketingstrategie? – Eine Analyse der Aktion #ohneFolie“) und meine Krönung zur Jubiläumsprinzessin Annika I. von der weißen Feder. Ihr seht, ich hatte so einiges zu tun. So kam ich gelegentlich zwar zum Lesen, aber eben nicht zum Bloggen. Mit meinem Vorsatz, das im frischen Jahr 2020 wieder zu ändern, möchte ich heute wenigstens noch diesen Beitrag online stellen. Freut euch also auf meine Tops und Flops des Lesejahrs:

Enttäuschungen im Lesejahr 2019

Ein Buch, das eine wirklich spannende Tätigkeit thematisiert, die des Totengräbers. Leider waren die Zeitsprünge ziemlich ungeordnet und verwirrend. Grund hierfür war meiner Meinung nach vermutlich der Autor, der die Geschichten lediglich nacherzählte.

Ein Buch, das ein Aufeinandertreffen alter Freundinnen in einem heißen Sommer darstellen möchte. Und dies auch irgendwie macht.  Aber auf eine derart verworrene Art, dass mich das Buch sprachlos zurück lies. Nicht nur ich stellte mir nach dieser Lektüre die Frage, was genau mir dieses Buch sagen wollte.

Als dieses Werk auf der Longlist des Deutschen Buchpreis 2019 schaffte und mich die Leseprobe neugierig machte, wollte ich es unbedingt lesen. Die ersten Seiten führten den Leser zu einem Ehepaar, die die Ankunft eines Fremden erwarteten. Die Ungewissheit des Paars sowie des Lesers machte neugierig. Leider wich die Neugier mit jeder weiteren Seite purer Enttäuschung.

Überraschungen im Lesejahr 2019

Auf diese zwei Highlights des Jahres wurde ich nur aufmerksam, weil ich durch eine Leseflaute stellenweise nur selten zu einem Buch griff und stattdessen Hörbücher wieder für mich entdeckte. Dank Spotify hatte ich eine riesige Auswahl an Geschichten zur Auswahl, darunter folgende zwei Highlights.

  • Kurt (Sarah Kuttner)

Hier wusste ich durch einige Meinungen anderer Blogger bereits vorher, das es gut sei, aber wie gut, stellte ich erst beim Lesen fest. Da ich das Hörbuch sehr spontan anfing, wusste ich kaum, um was es eigentlich ging. So traf mich der Tod des kleines Kurts sehr, was das Buch für mich deutlich emotionaler werden lies. Generell zeugt das Buch von einer emotionalen Stärke und einer derart fesselnden Darstellung der Verbindung zwischen Menschen.

  • Der Zopf (Laetitia Colombani)

Auch auf dieses Hörbuch stieß ich eher durch Zufall. Doch die Verwebung von drei unterschiedlichen Geschichten von drei starken Frauen zu einer großen gefiel mir richtig gut. Besonders da die einzelnen Geschichten selbst bereits interessant und lesenswert waren. Auch der Titel ist hier super gewählt und sinngebend für die Verwebung der Geschichten, wie zu einem Zopf.

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  • Vom Ende der Einsamkeit (Benedict Wells)

Dieses Buch wiederum war keine richtige Überraschung, aber dennoch ein wahres Highlight. Nachdem ich bereits die Kurzgeschichten in „Die Wahrheit über das Lügen“ von Benedict Wells gelesen und den Autor auf der Frankfurter Buchmesse 2018 getroffen hatte, war ich bereits ein Fan. Auch mit „Vom Ende der Einsamkeit“ konnte er mit einer gefühlvollen Geschichte begeistern.

Das gesunde Mittelmaß

Abseits von meinen Tops und Flops gab es viel Mittelmaß. Aber das ist meiner Meinung nach durchaus positiv zu sehen. Denn auch solide Bücher können mich immer wieder begeistern und unterhalten. Gäbe es nur die Hochs und Tiefs wären die Extreme doch zu stark. Stets würde die Angst vor einem so viel wahrscheinlicheren Flop (50/50 Chance) mitschwingen. Der Druck würde weiter steigen. Mit einem gesunden Mittelmaß besteht diese Angst nicht, da ein „gutes“, wenngleich nicht „perfektes“ Buch viel wahrscheinlicher ist. So konnte ich auch weitere gut 50 Bücher im Lesejahr 2019 genießen.

Für die Statistiker

Da ich meine derzeitigen Bücher nicht mehr vor Mitternacht beenden werde, bleibt es im Lesejahr 2019 bei 52 Büchern. Mein Ziel waren 50 Werke, daher bin ich mehr als zufrieden, besonders, da es 20 mehr Bücher als im Lesejahr 2018 waren. Für das kommende Jahr sind daher erneut 50 Bücher geplant.

Ohne, dass ich bewusst darauf geachtet habe, las ich in diesem Jahr 29 Bücher, die von Frauen geschrieben wurde. Das sind mehr als die Hälfte, sodass ich dies ebenfalls als kleinen Erfolg verbuchen möchte. Spannend ist die Tatsache, dass ich insgesamt lediglich 7 Hörbücher gehört habe, obwohl hierunter gleich zwei Highlights fielen. Ein klares Zeichen auch im kommenden Jahr wieder auf Hörbücher zurück zu greifen.

Witzig fand ich übrigens, dass ich die drei Enttäuschungen alle auf dem Blog besprochen habe (siehe weiterführende Links), während die Highlights keine Rezension erhalten haben. Dafür gab es auf Instagram nur Bilder von den Büchern, die mir gefielen.

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