[Rezension]

[Rezension] Der Jungfrauenmacher

Titel: Der Jungfrauenmacher

Autor: Derek Meister

Verlag: Blanvalet Verlag


Gut Ding will Weile haben:

Dieser erste Teil einer Thriller-Reihe lag ja leider ziemlich lange ungelesen bei mir rum. Wieso? Ich kann es mir im Nachhinein selbst nicht mehr gänzlich erklären. Einen großen Teil wird aber bestimmt der Umstand, dass das Buch in Mainz steht, dazu beigetragen haben. Als ich das Buch Ende des letzten Jahres begonnen habe, wollte Leon unbedingt mitlesen. Wisst ihr wie lange es dauert ein Buch gemeinsam zu lesen, wenn der andere sonst nie liest? Letztendlich sah es also so aus, dass Leon einen Teil mitgelesen hat, dann wieder zusammengefasst bekommen & wieder weiter vorgelesen hat. Das Ende fehlt im glaube ich nach wie vor. Doch ich habe es, wie ihr bereits ahnen könnt, geschafft. Das Buch ist beendet!

Leseeindruck:

Zwischendurch dachte ich ja wirklich, wann ist dieses Buch endlich fertig? Schuld daran war nicht nur das zerhackte Lesen, sondern auch das Gefühl, die Geschichte wäre bereits kurz vor dem Abschluss…bei der Hälfte des Buches. Statt mich verwundert und neugierig zu pushen, ließ mich dieses Gefühl immer wieder aufstöhnen und die übrigen Seiten zählen. Was einfach wirklich schade ist, denn die Story über den Jungfrauenmacher selbst ist gut. Besonders das Ende hat mir dann noch mal besser gefallen, wenn es auch nicht von den Figuren vollends durchdacht erschien. Denn obwohl ich bereits bei der Hälfte felsenfest überzeugt war, der Jungfrauenmacher ist zum Greifen nah, war er das nicht…oder naja, im Grunde doch. 😉 Aber irgendwie schaffte der Autor es, dass diese Vorahnung meine Leselust etwas gebremst hat, statt mich einfach nur in die Irre zu führen.

Generell störte mich auch der Kommissar ein wenig mit seiner übertriebenen Männlichkeit. Gott sei Dank gibt es da Helen! Auch hier versteckt sich eine angenehme Überraschung für den Leser.

Alles in allem hatte die Geschichte also durchaus einige super Punkte, die frischen Wind in das Genre gebracht haben und für ein schönes Leseerlebnis sorgten. Nichtsdestotrotz konnten diese Punkte nicht vollständig den Umstand verdrängen, dass das Buch immer wieder recht langatmig erschien. Meine Erinnerung springt die ganze Zeit zwischen „Jaa, das finde ich gut“ und „Mh, da hab ich mir gewünscht es wäre endlich vorbei“. Ich bin somit ziemlich hin und hergerissen in meiner Meinung zum Buch. Daher würde ich das Buch durchaus weiterempfehlen, aber weniger um aus einer Leseflaute herauszukommen. Ob ich weitere Bücher der Reihe lesen werde, weiß ich noch nicht. An sich würde mich die Entwicklung der Figuren dann doch interessieren.


Rezensionsexemplar

An dieser Stelle möchte ich mich beim Blanvalet Verlag und dem Bloggerportal bedanken und für die lange Wartezeit entschuldigen. Nichtsdestotrotz spiegelt diese Rezension meine freie eigene Meinung zum Buch wieder.

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