[Rezension]

[Rezension] Schnauze, Alexa!

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Titel: Schnauze, Alexa! Ich kaufe nicht bei Amazon

Autor: Johannes Bröckers

Westend Verlag, 2018

Leseeindruck:

Mit 》Schnauze, Alexa《 liefert Bröckers ein kompaktes Büchlein voller Wissen. Ansprechend verpackt zeigt er die bestehenden Probleme auf und unterfüttert diese direkt mit Zahlen. Häufig, so zumindest in meinem Fall, hat man bereits grobe Infos zu den Zuständen und Auswirkungen vom zufälligen Aufschnappen erhalten. Doch wie groß die Ausmaße von Amazon tatsächlich sind, habe ich erst nach dieser Lektüre erkannt.

Ein Gespräch mit dem Autor zeigte, das zum Teil auch die an bestehendem festhaltenden Branchen selbst Amazon in die Hände spielen. Sie starten kaum Versuche dem Unternehmen entgegenzutreten. Als hätten sie den Kampf schon aufgegeben, bevor sie selbst richtig aktiv wurden. Die Buchbranche ist da nur ein Beispiel.

Beim Durchstöbern nach anderen Meinungen zu diesem Buch las ich des Öfteren Meinungen, wie folgende von Sabrina H.:

Gute Argumente, jedoch eine Überlegung dazu:
Wenn der Autor lt. Buch so gegen Amazon ist, dieses System jedoch für sich selbst als Vorteil nützt (seine Bücher sind hier erhältlich) – widerspricht sich das doch. […] Aber Hauptsache es wird gekauft.

Zunächst versetzten mich Aussagen wie diese ins Grübeln. Da ich dank meines Verlagpraktikums Kontakt mit dem Autor Johannes Bröckers habe, fragte ich direkt an der Quelle nach.

Dass das Buch auf Amazon erhältlich ist, kann im Grunde nicht verhindert werden, sobald das Buch in den öffentlichen Verkauf über geht. Sprich: Dem Verlag wären hier die Hände gebunden.
Desweiteren benannte der Autor einen sehr guten Punkt, wieso diese Vorgehensweise alles andere als inkonsequent ist:

Man möchte über Amazon dessen Kunden mit dem Büchlein erreichen. Leute, die Amazon bereits meiden wissen doch schon längst, wie schädlich der Gigant ist. Zielgruppe sind also ganz klar die Kunden von Amazon. Bröckers hofft, dass es die Käufer aufrüttelt und 》Schnauze, Alexa!《 ihr letzter Kauf dort war.


Das Büchlein wurde mir unaufgefordert und ohne Bedingungen vom Westend Verlag geschenkt & handelt sich daher nicht um ein Rezensionsexemplar.

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