[Rezension]

[Rezension] Gebrauchsanweisung fürs Reisen

Im Detail

Titel: Gebrauchsanweisung fürs Reisen

Autor: Ilija Trojanow

Verlag: PIPER

© PIPER Verlag

 


Leseeindruck

Das Buch lässt mich mit etlichen Notizen und farbigen Zitaten in eigenen Gedanken versunken zurück. Im positiven Sinne! Denn dieses Büchlein regt den Leser immer wieder dazu an, das eigene Verständnis des Reisens zu überdenken. Gehen wir als Touristen heutzutage tatsächlich noch auf Reisen? Oder ist das einfach nur noch ein bloßes Abklappern von „Must Seen“s?

„Die Fremde weist keine Untiefen mehr auf, weil wir sie sorgsam umschiffen.“

55% im eBook

 

Planung ist alles! Oder etwa doch nicht?

Für mich ist beim Verreisen der Faktor der Planung lange wichtig gewesen. Was gibt es dort? Was MUSS man gesehen haben? Wann beglotzen wir welche Sehenswürdigkeit? Auch heute bekomme ich ihn nicht immer aus dem Kopf verbannt, ich kontrolliere die Dinge um mich herum einfach zu gerne. 

„Unsere Reisen beginnen normalerweise auf Landkarten und Webseiten; […]“

55% im eBook

Doch der Autor zeigt im Buch auf, wieso das meist ein fataler Fehler ist. Auch ich musste für mich in der Praxis erkennen, dass Planung eben nicht immer alles ist. Treiben lassen, hieß es für Leon und mich bei unserem Pisa Urlaub vergangenen Sommer. Geplant waren 3 Tage Aufenthalt mit festen Zielen pro Tag. Doch bereits an Tag 1 merkten wir: Wir kommen viel schneller voran als gedacht! Schiefe Turm ist dann doch recht langweilig, die Umrundung der Stadtmauer viel interessanter. 2 Tage für Pisa? Uns reichte ein Nachmittag, um unser Programm abzuarbeiten. Statt jedoch den Kopf in den Sand zu stecken, fuhren wir kurz entschlossen rüber nach Florence und verbrachten einen wundervollen ungeplanten Tag!

   

Reise-Tipps

An vielen Stellen im Buch dachte ich mir: Oh! Das wollte ich mit xy doch eigentlich mal machen! Und das hier fand ich auch schon immer faszinierend! Desweiteren wurden immer wieder kritisch derzeitige Umstände angesprochen. Besonders die Digitalisierung/Technisierung veränderten unser Verständnis vom Reisen.

„Die Kamera übernimmt die Aufgabe des Auges.“

70% im eBook

Doch blöd nur, dass unsere Kamera ein eingeschränktes Sichtfeld besitzt. Während wir unseren Fokus mit den Augen viel freier umherwandern können, verpassen wir durch den Sucher möglicherweise das Highlight unserer Reise: das Unvorhergesehene!

Besonders gut gefallen haben mir außerdem die etlichen Leseempfehlungen. Sowohl im Text verpackt, als auch am Ende als Liste angefügt; der Leser kommt aus dieser Lektüre mit einem größeren SuB zurück in die Realität. 


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An dieser Stelle möchte ich mich bei dem PIPER Verlag und der Plattform netgalley für das Bereitstellen des eBooks bedanken! Nichtsdestotrotz spiegelt obige Rezension meine eigene Meinung wieder.

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